Historie
X3 Medics — von den Anfängen bis heute
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2015 — bis heute Extrication Team Koordinator
Dirk ist beim DMSB gemeinsam mit Thorsten vom Nürburgring als Referent und „Extrication Team Koordinator“ für die Organisation, Schulung und Abnahme der Extrication Teams an allen deutschen Rennstrecken mit verantwortlich.
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2014 — bis heute Motorrad Grand Prix
Die FIM setzt als oberste internationale Motorradsport-Organisation auf eine durch Zertifizierungen gewährleistete hohe medizinische Versorgung — ebenso wie die FIA im Auto-Rennsport. Unsere Teammitglieder werden jährlich geprüft und besetzen am Sachsenring mit unseren zwei Ärzten Philipp und Jan sowie Phillip als Notfallsanitäter die Medical Cars „Omega 1 und 2“ beim MotoGP.
Die Omega-Fahrzeuge sind für die primäre Versorgung verunfallter Piloten direkt auf der Strecke vorgesehen: Sicherung der Vitalfunktionen, Immobilisierung von Frakturen, Vorbereitung des Transports ins Medical Center oder direkten Hubschrauberflug ins Krankenhaus. Omega 1 folgt während der ersten Runde dem Fahrerfeld; beide Fahrzeuge stehen mit laufenden Motoren direkt nach der Boxengasse und auf halber Strecke. Anfahrtzeit bei Einsatzbefehl: rund 30 Sekunden.
So waren wir auch beim Sturz von Martin 2017 als Erste vor Ort — nach einem heftigen Highsider in der ersten Kurve. Zum Glück zog sich der Pilot keine lebensbedrohlichen Verletzungen zu.
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2014 Präsentation Extrication
Auf der FIA Sport Conference am 26. Juni 2014 in München demonstrierten wir in einem vom DMSB präsentierten Szenario unsere Einsatztaktik und unser Vorgehen.
Ausgangslage: Eine Explosion in einer Box mit mehreren Verletzten, ein Fahrer eingeklemmt in seinem Formelfahrzeug — zudem war das Energy Recovery System (ERS) beschädigt, das Chassis stand potenziell unter Spannung. Die Herausforderung: in einem unsicheren Umfeld den verunglückten Fahrer sicher, schonend und zügig aus dem Fahrzeug zu befreien. Besonderes Augenmerk lag auf dem gemeinsamen Vorgehen und der Kommunikation der beteiligten Einsatzkräfte.
Die Demonstration wurde vor internationalem Publikum aus ASNs, FIA und Industrie per Live-Übertragung in das gut gefüllte Auditorium gesendet. Unsere Teammitglieder standen anschließend für Fragen zur Verfügung.
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2011 — bis heute Fortlaufende Zertifizierungen
Die X3 Medics lassen sich bei den Extrication Days in Oschersleben und am Nürburgring fortlaufend national und international als Extrication Team zertifizieren. Einige unserer Teammitglieder haben zusätzlich das Kurskonzept RTTLS (Race Track Trauma Life Support) erfolgreich absolviert.
Die jährlich stattfindenden Zertifizierungskurse beinhalten zunächst einen Theorieteil zu aktuellen Themen rund um Fahrzeugkonstruktionen, neue Standards an der Rennstrecke und Einsatzdiskussionen unter den internationalen Teams. Anschließend bleibt bei der mehrtägigen Veranstaltung viel Platz, um die Abläufe an geschlossenen und offenen Fahrzeugen zu trainieren. Abschluss: eine Prüfung, die jedes Team nach korrekter Durchführung und Einhaltung der Zeitvorgaben beurteilt.
Wir waren eines der vier international erst-zertifizierten Teams in Deutschland — gemeinsam mit dem leitenden Rennsportarzt des DMSB Dr. M. Scholz und Dr. Jean-Jacques Issermann, einem der Mitbegründer des Extrication-Konzepts und Vertreter des FIA Institutes.
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2010 — bis heute Zertifiziertes Extrication Team
Als X3 Medics sind wir selbstständig und als FIA-zertifiziertes Extrication Team auf vielen Rennstrecken in Deutschland und Europa im Einsatz.
Neben unserer „Hausstrecke“, dem Sachsenring, sind wir regelmäßig am Norisring, am Hockenheimring und am Lausitzring im Einsatz. Internationale Schauplätze wie der Salzburgring und Brands Hatch kamen später hinzu.
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2007 — 2009 ASB unterstützt
In den Jahren 2007 bis 2009 unterstützte das Gründungsteam von X3 Medics den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bei medizinischen Einsätzen auf Motorsport-Veranstaltungen.
Diese Phase bildete die Brücke zwischen den ersten Einzeleinsätzen und dem späteren eigenständigen Team — mit Erfahrung in der strukturierten Rettungsdienst-Logistik.
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2001 / 2002 / 2003 Erste Erfahrungen
Die Ursprünge von X3 Medics gehen zurück auf die Jahre 2001 bis 2003 — erste Einsätze als angehende Notärzte und Notfallsanitäter auf regionalen Rennveranstaltungen.
Was als persönliches Engagement begann, entwickelte sich schnell zu einer systematischen Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der medizinischen Versorgung im Motorsport.